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Into Fine Jewelry: Lab-grown Diamanten

Diamanten sind die berühmtesten Edelsteine der Welt. Weißt du, wie sie gewonnen und zu Schmuckstücken verarbeitet werden? Und hast du schon einmal von Lab-grown Diamanten gehört?

Diamanten entstehen durch Einwirkungen enormen Drucks tief unter der Erdoberfläche in den Eingeweiden der Erde. Der Entstehungsprozess dieser Edelsteine gleicht fast einem Wunder: in der Regel liegt ihre Entstehung 1 bis 3 Milliarden Jahre zurück. Dieser atemberaubend schöne Edelstein, der Wohlstand und Glamour symbolisiert, ist also das Ergebnis langer Zeitperioden und außergewöhnlicher natürlicher Bedingungen. Er heißt schließlich nicht ohne Grund „Diamanten sind der beste Freund der Frau“.

Ikonisch und schön. Die Edelsteine haben jedoch leider eine große Schattenseite: die Minenarbeiten haben schädliche Auswirkungen auf die Arbeiter und die Umwelt. Da die Verbraucher verstärkt auf bewusstes Einkaufen setzen, versucht die Schmuckindustrie, ihnen nachhaltigere Alternativen, wie zum Beispiel Lab-grown Diamanten zu bieten.



Lab-grown Diamanten lassen sich chemisch, physisch und optisch nicht von geschürften Diamanten unterscheiden. Sie besitzen dieselbe natürliche Strahlkraft und extreme Schönheit, weshalb sie eine nachhaltige Alternative darstellen, ohne an Schönheit oder Qualität einzubüßen.

Wie Lab-grown Diamanten hergestellt werden

Wir können es nicht oft genug wiederholen: obwohl diese Diamanten in Labors hergestellt werden, sind sie mit den geschürften Diamanten identisch. Sie präsentieren optisch keinen Unterschied: selbst professionelle Gemmologen haben Probleme, natürlich in der Erde entstandene von im Labor gezüchteten Diamanten zu unterscheiden. Auch Lab-grown Diamanten entstehen unter extremem Druck und starker Hitze, allerdings in einer Maschine statt in der Erdkruste. Dies beschleunigt den Prozess immens: die Steine entstehen in 3-4 Wochen (anstatt Milliarden von Jahren). Also bitte einen großen Applaus für unsere Wissenschaft und Technologie!

Aktuell gibt es zwei Methoden zum Züchten von künstlichen Diamanten: Die HPHT (High-Pressure and High-Temperature) Methode, bei der die Druck- und Temperaturbedingungen, unter denen natürliche Diamanten unter der Erdoberfläche gebildet werden, im Labor nachgeahmt werden. Eine alternative Methode ist die Chemical Vapor Disposition (CVD), bei der Moleküle von kohlenstoff-haltigen Gasen (z.B. Methan) künstlich in Kohlenstoff- und Wasserstoffatome zerlegt werden, um diese dann an Diamantkeime zu binden.



Beide Herstellungsverfahren ermöglichen eine nachhaltigere Diamanten-Industrie. Die Gewinnung von Mineralressourcen verursacht irreversible Umweltschäden: Diamantenminen werden mit Wasserverschmutzung in Verbindung gebracht, da die Abwässer der Minengruben säurehaltig sind. Das Wall Street Journal berichtete zudem im Jahr 2016, dass der Diamantenabbau an der Zerstörung von Lebensräumen schuld ist. Pro Karat in Minen geschürfter Diamanten werden fast 500 Liter Wasser verbraucht. Dazu kommen hohe CO2-Emissionen: pro Karat eines traditionellen Diamanten werden mehr als 55 kg CO2 ausgestoßen. Im Vergleich dazu werden für ein Karat laborgezüchteter Diamanten nur 2,7 kg CO2 ausgestoßen, also lediglich 4.8% des Ausstoßes traditionell abgebauter Diamanten.

Und nachdem wir all dies geklärt haben: ja, es kann schon sein, dass Diamanten der beste Freund der Frau sind, wir bezweifeln jedoch stark, dass die Natur der gleichen Ansicht ist. Aber hey, die gute Nachricht ist, dass wir uns auch an dem Glanz und der atemberaubenden Schönheit laborgezüchteter Diamanten erfreuen können, die herkömmlichen Diamanten wie Zwillinge gleichen, aber sehr viel umweltfreundlicher sind. Falls du Lab-grown Diamanten in vollem Glanz und in voller Pracht sehen möchtest, schaue dir unsere Kollektion „Fine Jewelry“ an.

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