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(Niemals erzählte) Stories über Schmuck

Als Schlüsselelement menschlicher Zivilisation hat Schmuck die Geschichte verändert und beeinflusst. Schmuckgegenstände dienen nicht nur der Verzierung. Sie besitzen eine hohe Relevanz, da man an ihnen die Entwicklung der menschlichen Gesellschaft nachvollziehen kann.

Ein Statussymbol

Das Tragen von Schmuck war bereits bei den Sumerern und den alten Griechen üblich. An Küsten ansässige Zivilisationen schmückten sich mit Muscheln, Fischgräten oder bunten Steinen und im Inland wurden hierfür Federn und Knochen von Tieren verwendet. Diese natürlichen Materialien wurden nicht nur wegen ihrer Schönheit, sondern auch aufgrund ihrer Bedeutung zu Schmuckgegenständen verarbeitet: Schmuck war in allen antiken Zivilisationen ein Symbol für Autorität und Macht.



Ein Schmuckstück, verschiedene Bedeutungen

Eines der ältesten gefundenen Schmuckstücke wurde vor circa 25.000 Jahren angefertigt. Es ist eine Halskette aus Fischgräten, die in einer Höhle an der Mittelmeerküste in der Nähe von Monaco gefunden wurde, wo die antiken Zivilisationen in Sachen Kunst und Kultur sehr fortgeschritten waren. Die Bedeutung dieses Schmuckstücks? Wir können unserer Fantasie freien Lauf lassen und Vermutungen anstellen, die Wahrheit ist jedoch, dass selbst die Archäologen es nicht herausfinden konnten.



Schmuck hatte schon immer eine starke Symbolkraft, insbesondere im Mittelalter. In dieser historischen Epoche wurden die Schmuckstücke zu Amuletten, die vor Krankheiten und Unheil schützten. Ihre magischen Kräfte versprachen Liebe, Fruchtbarkeit, Glück und Macht. Dieser Glauben war in allen möglichen Kulturkreisen vertreten, sowohl bei den Kelten als auch im byzantinischen Reich.

Schmuck wurde auch als Symbol von sozialen Bindungen und Beziehungen genutzt. Sklaven wurden Armreifen angelegt, auf denen der Name ihres Besitzers zu lesen war. Ein anderes Beispiel ist der Ehering, der das Eheversprechen zwischen zwei Verliebten symbolisiert.



Das goldene Zeitalter des Schmucks war vermutlich die Renaissance, in der die kreative Neubelebung des Klassizismus spektakuläre Schmuckstücke hervorbrachte. Die Experimente mit Edelsteinen und Schmuckmaterialien im 14. Jahrhundert ergaben neue, atemberaubende Designs. Goldschmiede und Kunsthandwerker wurden anerkannte Künstler, die Frauenhaar mit wertvollen Juwelen schmückten und eindrucksvolle Halsketten entwarfen. Aus dieser Zeit stammt auch der erwähnenswerte Pillendosen-Ring bzw. Giftring. Die Aristokraten bewahrten in ihnen Parfum, Haarsträhnen oder Porträts geliebter Personen auf.



Mit fortschreitender Zeit kann man sehen, wie Schmuck sich über die Jahrhunderte verändert und an verschiedene, durch soziale und künstlerische Bewegungen beeinflusste Zeiten angepasst hat, wie zum Beispiel in der Industrierevolution oder dem Jugendstil. Seit der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts hat sich der Schmuck stark verändert, da den verschiedenen Schmuckarten und Stilrichtungen sowie der Einbindung neuer Materialien und Symbolismen keine Grenzen gesetzt sind.



Ausdruck von Individualität

Wie wir sehen konnten, ist Schmuck ein vielschichtiger Ausdruck der menschlichen Identität. Schmuckstücke sind mehr als nur dekorative Objekte: sie sind symbolisch, künstlerisch und bedeutungsvoll. Schmuck kann den sozialen Status, aber auch Stimmungen und Gefühle reflektieren und er verrät eine Menge über die Person, die ihn trägt. Die Optionen sind heutzutage unendlich und wir sind schon sehr gespannt, was uns die Zukunft der Schmuckkultur bereithält.

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